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Ankündigung
02.09.2020
Yuneec und Droniq schaffen Standardlösung für ein integriertes, europaweites Drohnentracking.

Das Frankfurter Unternehmen Droniq ist eine exklusive Kooperation mit dem Drohnenhersteller Yuneec eingegangen. Yuneec`s H520-Drohnen können ab Oktober 2020 mit Droniq’s „HOD4track“ nachgerüstet werden. Dieses Modul ermöglicht ein Tracking des Fluggeräts per LTE und deren Darstellung in dem UAS Traffic Management System (UTM) von Droniq. Das speziell für alle Modelle des Typs H520 gefertigte Gerät kann direkt bei Yuneec bezogen werden.

 

Der Drohnenhersteller Yuneec hat sich auf die Produktion von Multicoptern für professionelle Anwendungen spezialisiert – Mehrere Tausend Drohnen von Yuneec sind aktuell in Deutschland im Einsatz, davon 50% von dem Modell „H520“. Diese Drohne ist aufgrund seiner Robustheit vor allem bei behördlichen und gewerblichen Flügen im Einsatz. So nutzen Feuerwehren das Fluggerät als fliegendes Auge um schnell Brandherde zu identifizieren. Ebenso hat sich der H520 für Inspektions- und Vermessungsarbeiten bewährt. Droniq steht für die sichere Integration von unbemannten Luftfahrzeugen in den deutschen Luftraum. Hierfür hat das Gemeinschaftsunternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der Deutschen Telekom AG ein Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM) entwickelt. Hiermit können Drohnenpiloten ihren Flug planen und gegen mögliche Flugverbotszonen validieren. Während des Flugs zeigt die Live-Luftlage die Position der Drohne sowie des bemannten Flugverkehrs im Nahbereich. Um die Drohne ortbar zu machen, muss das sogenannte „HOD4track“ an dem Fluggerät befestigt werden. Dieses sendet sekündlich seine Position sowie die Positionsdaten von Flugverkehr in der Nähe per Mobilfunk an das UTM. „Die Nutzung des UTM und des HOD4track ist eine wesentliche Voraussetzung für Drohnenflüge über große Distanzen, der Steuerer hat jederzeit einen Überblick über die Verkehrssituation um seine Drohne und kann schnell reagieren“, sagt Jan-Eric Putze, CEO von Droniq.

 

„HOD4track“ als passgenaues Modul für Yuneec H520

Erstes Ziel der Kooperation von Yuneec und Droniq ist es, alle in Deutschland im Einsatz befindlichen H520 mit einem Trackingmodul über Mobilfunk auszurüsten um Missionen außerhalb der Sichtweite des Steuerers (Beyond visual line of sight, BVLOS) zu ermöglichen. Hierfür wurde ein spezielles Gehäuse für das HOD4track entwickelt, das ganz genau unter jede H520 passt. „Drohnensteuerer können ihre Drohne mit wenigen Handgriffen nachrüsten, das Modul ist exakt verbaut und schnell einsatzbereit“, sagt Marcel de Graaf, Sales Director Europe bei Yuneec. Das Modul wird ab Oktober 2020 direkt über Yuneec beziehbar sein.

 

Ziel: Schaffung eines europäischen Technologie-Standards

Die zweite Zielsetzung der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer vollständig in der Drohne integrierten „HOD4track“-Herstellerversion der nächsten Generation der H520. „Uns eint das Ziel, Drohnen mittels Mobilfunktechnologie sicher in den europäischen Luftraum zu integrieren und damit einen europäischen Technologie-Standard für die Sichtbarmachung von Drohnen zu setzen“, sagt Jan-Eric Putze. Yuneec sei gerade im kommerziellen und behördlichen Umfeld im Bereich Drohnen der zentrale Hersteller, die Fluggeräte hätten sich in diesem Einsatzbereich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften bewährt. „Als weltweit agierender Hersteller haben wir ein großes Interesse an internationalen Standards. Mit Droniq haben wir den richtigen Partner für eine europäische Umsetzung des Mobilfunkstandards für das Tracking von Drohnen“, betont Marcel de Graaf.

 

Über Yuneec H520:

Der H520 wurde für Inspektions-, Strafverfolgungs-, Sicherheits-, Bau-, Vermessungs- und Kartierungsanwendungen entwickelt und lässt sich mit verschiedenen Kamerasystemen ausstatten. Das 6-Rotoren-System ermöglicht auch bei Wind und Turbulenzen einen präzisen Flug und stellt sicher, dass der H520 selbst dann noch sicher weiterfliegt, wenn einer der Rotoren ausfallen sollte. Das äußerst energieeffiziente Motormanagement stellt zusammen mit den Rotoren einen ungewöhnlich leisen Betrieb sicher und holt je nach Zuladung bis zu 28 Minuten aus einem HV-Akku.

Über HOD4track:

Der GNSS-LTE-Transponder HOD4track dient zur Übertragung der eigenen Positionsdaten für UAS und andere Fluggeräte (z.B. Helikopter). Es enthält ein LTE-Modem sowie SIM-Karte und überträgt seine aktuelle GNSS Position per LTE an das UAS Traffic Management System (UTM) der DFS Deutsche Flugsicherung. Das Gerät ist in der Lage, FLARM und ADS-B des umliegenden Flugverkehrs zu erfassen und dieses zusätzlich zur eigenen Position an das UTM zu senden. Die eigene Position sowie relevanter Flugverkehr im Nahbereich werden dem Steuerer gesamthaft webbasiert über den UTM-Tracker angezeigt.  Gleichzeitig sendet das HOD4track seine Position über FLARM (Flight Alarm) aus. So wird das Fluggerät auch für andere Verkehrsteilnehmer im Nahbereich, die FLARM nutzen, sichtbar. Das HOD4track sowie die zugehörigen Antennen kann mithilfe eines speziellen Gehäuses exakt an der H520 befestigt werden.

 

Droniq GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Joint-Venture-Unternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung und der Deutschen Telekom AG. Geschäftsziel ist die Erbringung, Vermarktung und der Vertrieb von Dienstleistungen für Drohnen und andere Luftfahrzeuge in Europa. Seitens der DFS hält die Tochtergesellschaft DFS IBS GmbH 51 Prozent der Anteile, die Deutsche Telekom ist über ihre Gesellschaft Telekom Innovation Pool GmbH mit 49 Prozent beteiligt. www.droniq.de

Am Anfang der Geschichte von Yuneec ging es darum, Innovationen und Zugänglichkeit in der Flugzeugbranche zu fördern. Yuneec hat die Grenzen in der elektronischen Luftfahrttechnik seit über 15 Jahren verschoben – angefangen beim ersten kommerziell erfolgreichen ferngesteuerten „Ready To Fly“-Starrflügler über bahnbrechende Elektroflugzeuge bis hin zur neuen Generation von Hexacoptern mit Videokamera. www.yuneec.com